WordPress ist in Version 6.9 erschienen. Wie bei vielen großen WordPress-Versionen trägt auch diese Ausgabe wieder einen Codenamen: WordPress 6.9 heißt „Gene“ und ist dem Jazzpianisten Gene Harris gewidmet.
Mit WordPress 6.9 entwickelt sich das bekannte Content-Management-System weiter in Richtung moderner Redaktion, besserer Zusammenarbeit und schnellerer Websites. Besonders interessant sind die neuen Funktionen für Teams, Verbesserungen im Block-Editor, neue Blöcke sowie technische Neuerungen für Entwickler.innen.
Bessere Zusammenarbeit durch Notizen im Editor
Eine der wichtigsten Neuerungen in WordPress 6.9 ist die neue Notizfunktion im Block-Editor. Damit können Hinweise, Rückfragen oder Korrekturen direkt an einzelnen Blöcken in Beiträgen und Seiten hinterlegt werden.
Das ist besonders hilfreich, wenn mehrere Personen an einer Website arbeiten. Redaktion, Marketing, Design und Technik können Feedback direkt dort hinterlassen, wo es gebraucht wird. So müssen Änderungswünsche nicht mehr separat per E-Mail, Chat oder Screenshot weitergegeben werden.
Notizen können bearbeitet und beantwortet werden. Für Redaktionsprozesse ist das ein deutlicher Fortschritt, weil Abstimmungen direkt im WordPress-Editor stattfinden können.
Neue Blöcke für flexiblere Inhalte
Mit WordPress 6.9 kommen mehrere neue Core-Blöcke hinzu. Dazu gehören unter anderem Akkordeon, Lesezeit und MathML.
Besonders interessant ist der neue Akkordeon-Block. Damit lassen sich aufklappbare Inhaltsbereiche erstellen, wie man sie häufig bei FAQ-Seiten, Kursinformationen oder längeren Übersichtsseiten findet.
Der neue MathML-Block ermöglicht die Darstellung mathematischer Formeln. Das ist vor allem für technische, wissenschaftliche oder schulische Inhalte nützlich.
Die Befehlspalette ist jetzt im Dashboard verfügbar
Die Befehlspalette wurde in WordPress 6.9 erweitert. Sie steht nun in jedem Bereich der Website zur Verfügung.
Über die Tastenkombination Strg+K können Nutzer.innen schneller die Befehlspalette aufrufen, um zu bestimmten Bereichen zu wechseln oder Aktionen zu starten. Wer häufig mit WordPress arbeitet, kann dadurch viele Arbeitsschritte beschleunigen.
Beispiele sind:
- neuen Beitrag erstellen
- Mediathek öffnen
- Benutzerverwaltung aufrufen
- Einstellungen schneller finden
Neue Typografie-Option: Text an Container anpassen
WordPress 6.9 führt eine neue Typografie-Funktion ein. Textbasierte Blöcke wie Absatz- und Überschriftenblöcke können ihre Schriftgröße automatisch an den verfügbaren Platz anpassen.
Das ist besonders nützlich für auffällige Gestaltungselemente wie Hero-Bereiche, Banner, Call-to-Action-Flächen oder große Überschriften. Texte lassen sich dadurch flexibler und responsiver darstellen.
Verbesserungen bei Performance und Ladezeiten
Auch unter der Haube wurde WordPress wieder einmal verbessert. Die Version bringt mehrere Performance-Optimierungen mit, die sich auf schnellere Ladezeiten und eine bessere Frontend-Ausgabe auswirken können.
Verbesserte Barrierefreiheit
WordPress 6.9 enthält zahlreiche Verbesserungen im Bereich Barrierefreiheit. Dazu zählen unter anderem
- die globale Ausblendung von CSS-generiertem Inhalt für assistive Technologien
- Verbesserungen bei Screenreader-Ansagen und der Anwendererfahrung
- Korrektur der Cursorposition
- Beibehaltung des Tastaturfokus beim Klicken auf einen Vorschlag der Autovervollständigung
Barrierefreiheit bleibt damit ein wichtiger Bestandteil der WordPress-Weiterentwicklung. Für öffentliche Websites, Unternehmensseiten und redaktionelle Angebote ist das besonders relevant.
Neuerungen für Entwickler: Abilities API
Für Entwickler.innen ist die neue Abilities API eine der wichtigsten technischen Neuerungen. Sie schafft eine standardisierte Möglichkeit, Aktionen in PHP-, REST- und KI-Kontexten einheitlich zu registrieren und auszuführen, was flexiblere und vernetztere Website-Interaktionen ermöglicht.
Sollte man auf WordPress 6.9 aktualisieren?
Grundsätzlich ist ein Update auf WordPress 6.9 sinnvoll, wenn Theme, Plugins und Hosting-Umgebung kompatibel sind. Vor dem Update sollte aber wie immer ein vollständiges Backup erstellt werden. Außerdem empfiehlt es sich, die Website zunächst in einer Testumgebung zu prüfen.
Wichtig sind vor allem diese Punkte:
- vollständiges Backup von Dateien und Datenbank
- Prüfung der PHP-Version
- Aktualisierung wichtiger Plugins
- Test des verwendeten Themes
- Kontrolle von Formularen, Shop-Funktionen und individuellen Erweiterungen
- Prüfung der Darstellung im Frontend
- Performance- und Sicherheitscheck nach dem Update
Bei geschäftskritischen Websites sollte ein WordPress-Update nicht unvorbereitet durchgeführt werden. Gerade bei umfangreichen Seiten, individuellen Themes oder vielen Plugins lohnt sich ein strukturierter Update-Prozess.
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