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Mit Microsoft ADFS Authentifizierungsdienste bereitstellen

Microsoft ADFS

Suchen Sie nach einer Lösung, mit der sich Benutzer.innen sicher an verschiedenen Anwendungen, Diensten oder Partnerumgebungen anmelden können – möglichst ohne immer wieder neue Zugangsdaten eingeben zu müssen?

Mit ADFS bietet Microsoft eine bewährte Technologie für föderierte Anmeldung und Single Sign-On in Windows-Server-Umgebungen. AD FS kann insbesondere dann interessant sein, wenn lokale Active-Directory-Strukturen mit externen Anwendungen, Cloud-Diensten oder organisationsübergreifenden Zugriffsszenarien verbunden werden sollen.

Microsoft beschreibt AD FS weiterhin als Bestandteil der Windows-Server-Identitätsdienste und stellt aktuelle Dokumentation zu Szenarien, Anforderungen, OpenID Connect/OAuth-Flows und Betrieb bereit. Gleichzeitig empfiehlt Microsoft für viele moderne Anwendungsszenarien die Prüfung einer Migration von AD FS-Anwendungen zu Microsoft Entra ID, sofern diese vollständig migrierbar sind.

Was ist ADFS?

ADFS steht für Active Directory Federation Services. Es handelt sich um eine Microsoft-Technologie, mit der Benutzer sich mit ihren bekannten Unternehmens-Zugangsdaten an Anwendungen anmelden können, die außerhalb der eigenen Domäne oder Organisation liegen.

Das Ziel: Benutzer müssen sich nicht für jede Anwendung separat anmelden. Stattdessen wird die Identität zentral geprüft und anschließend über sogenannte Claims an die jeweilige Anwendung weitergegeben.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Single Sign-On für Webanwendungen
  • Anbindung externer Partner oder Organisationen
  • Zugriff auf Cloud-Dienste
  • Authentifizierungsszenarien mit erhöhten Sicherheitsanforderungen

Welche Vorteile bietet ADFS?

ADFS kann Unternehmen helfen, die Anmeldung an verschiedenen Systemen zentraler, sicherer und benutzerfreundlicher zu gestalten.

Ein wichtiger Vorteil ist das Single Sign-On. Benutzer melden sich einmal an und können anschließend auf angebundene Anwendungen zugreifen, ohne jedes Mal erneut Zugangsdaten eingeben zu müssen. Das reduziert Aufwand, verbessert die Nutzererfahrung und kann Helpdesk-Anfragen rund um Passwörter verringern.

Auch aus Sicht der IT-Administration ist ADFS interessant: Identitäten bleiben im eigenen Active Directory verwaltet, während Anwendungen außerhalb der eigenen Organisation dennoch sicher angebunden werden können.

Zusätzlich kann AD FS mit Sicherheitsmechanismen wie Multi-Faktor-Authentifizierung und Web Application Proxy kombiniert werden. Microsoft stellt hierzu eigene Best Practices für die sichere Planung und Bereitstellung von AD FS und Web Application Proxy bereit.

Wann ist ADFS heute noch sinnvoll?

ADFS ist vor allem dann relevant, wenn Unternehmen bestehende Windows-Server- und Active-Directory-Infrastrukturen betreiben und bestimmte Anwendungen noch nicht vollständig über moderne Cloud-Identitätsdienste abbilden können.

Gleichzeitig sollten IT-Verantwortliche heute immer prüfen, ob Microsoft Entra ID für neue oder bestehende Szenarien die passendere Lösung ist. Microsoft bietet inzwischen geführte Möglichkeiten, AD FS-Anwendungen zu bewerten und zu Microsoft Entra ID zu migrieren. Der Migrationsassistent kann unter anderem Anmeldeaktivitäten auswerten, die Migrationsfähigkeit prüfen und neue Microsoft-Entra-Anwendungen konfigurieren.

Für viele Unternehmen geht es daher nicht nur um die Frage: „Wie stelle ich ADFS bereit?“

Sondern auch um die strategische Frage: „Brauchen wir ADFS weiterhin – oder ist eine Migration zu Microsoft Entra ID sinnvoll?“

Was sollten Administrator.innen bei der Bereitstellung von ADFS beachten?

Die Einführung von ADFS sollte sorgfältig geplant werden. Wichtige Punkte sind unter anderem:

  • Architektur der AD-FS-Farm
  • Zertifikate und Vertrauensstellungen
  • Relying Party Trusts
  • Claims-Regeln
  • Web Application Proxy
  • Hochverfügbarkeit
  • Multi-Faktor-Authentifizierung
  • Sicherheits- und Monitoring-Konzept
  • mögliche spätere Migration zu Microsoft Entra ID

Gerade in produktiven Umgebungen reicht es nicht aus, AD FS nur technisch zu installieren. Entscheidend ist, dass Authentifizierung, Sicherheit, Zertifikate, externe Zugriffe und Ausfallsicherheit zusammenpassen.

ADFS lernen: Praxisorientiertes Training für Administratoren

Wenn Sie ADFS nicht nur theoretisch verstehen, sondern praktisch einsetzen möchten, ist ein strukturiertes Training sinnvoll.

Im Seminar Microsoft Active Directory Federation Services (AD FS) lernen Teilnehmende bei allskills Training die Grundlagen, Architektur und Verwaltung von AD FS sowie die Anbindung an Azure / Office 365 kennen. Ziel ist, ein solches System einrichten, administrieren, sichern und Troubleshooting durchführen zu können.

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allskills Artikel zu ADFS im „Handelsblatt“ lesen

Veröffentlicht am
Autor: Sabine Korn-Dörfler
Funktion: Vertriebsleitung und Management, NetQuest GmbH & allskills Training
Kategorien: Netzwerke und Wissen
Tags: ADFS

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